SPÖ Steiermark  >  Blog  > 

So verbessern wir die Wohnqualität der Steirerinnen und Steirer

Klubobmann und LAbg. Hannes Schwarz schreibt darüber, wie wir Wohnbau und Wohnen lebenswerter machen: steirische Wohnbauförderung verbessern & Maßnahmen setzen, die Lebensqualität beim Wohnbau erhöhen!

TEILEN

Share on twitter
Share on facebook
Share on email
Share on whatsapp

Massiver Ausbau im gemeinnützigen Wohnbau

Die Mieten steigen schneller als die Löhne, so wird lebenswertes Wohnen immer mehr zum Luxusgut. Wohnen verschlingt mittlerweile fast 40 Prozent des Lohns, obwohl es ein Grundrecht ist. Wohnraum ist zum Wohnen da, nicht um Profit zu machen, indem Wohnungen bewusst leer stehen und so Mietpreise nach oben getrieben werden. Die öffentliche Hand und die Politik müssen rechtzeitig gegensteuern. Gleichzeitig braucht es Maßnahmen, die Lebensqualität im Bereich des Zusammenwohnens erhöhen, denn Wohn- und Lebensqualität hängen stark zusammen. Dort wo Menschen zusammenwohnen kann es zu Konflikten kommen, daran kann und soll bereits beim Wohnbau gedacht werden. Bei bestehenden Wohnraum gibt es auch eine Reihe von Möglichkeiten, um Konflikten vorzubeugen und bestehende Konflikte zu lösen. Im Folgenden geht es um eine Reihe von Maßnahmen und Ansätzen, um Wohnen leistbarer und lebenswerter zu machen.

“Die öffentliche Hand und die Politik müssen rechtzeitig gegensteuern. Gleichzeitig braucht es Maßnahmen, die Lebensqualität im Bereich des Zusammenwohnens zu erhöhen”

Um den steigenden Preisen entgegenzuwirken, müssen wir massiv in den Gemeindewohnbau und den sozialen, gemeinnützigen Wohnbau investieren. Wir brauchen in der Steiermark in diesen Bereichen 10.000 neue Wohnungen in den kommenden fünf Jahren

Änderung der steirischen Wohnbauförderung

Bei Neubau und Sanierung ist der demografische Wandel zu berücksichtigen. Diesbezüglich sollte man auch bei der legistischen Ausstattung der Wohnbauförderung bedacht nehmen – das heißt stärkere Berücksichtigung der Barrierefreiheit. Wohnraum muss von Beginn an so geplant werden, dass – wenn auch mit gewissen Umgestaltungen – Menschen von Jugend an bis ins hohe Alter Wohnraum bewohnen können. Im Hinblick auf wachsende Zentralräume muss der Wohnbau forciert werden, damit die Mieten nicht übermäßig steigen. In Abwanderungsregionen liegt der Schwerpunkt auf Sanierungen. Die derzeitige Vielfalt der Wohnbauförderungsarten soll auf wenige Arten beschränkt werden (die Förderung von Eigentum reduzieren). Im Gegenzug dazu müssen regionale Unterschiede berücksichtigt werden. Beim Wohnbau können bereits einige Aspekte für ein besseres Zusammenleben mitgeplant werden: Grünflächen als Erholungsorte, Gemeinschaftsräume für eine aktive Nachbarschaft, aber auch ausreichend Kinderspielplätze müssen bei der Planung des Baus beachtet werden.

Maßnahmen für eine höhere Lebensqualität im Wohnbau: HausmeisterInnen Neu

Wo viele Menschen zusammenleben, kommt es verständlicherweise manchmal zu Konflikten. Das sind oftmals nur kleine Unstimmigkeiten, die mit einem klärenden Gespräch ausgeräumt werden können. Um diesen Prozess zu unterstützen, wollen wir den Einsatz von Vermittlerinnen und Vermittler bzw. Mediatorinnen und Mediatoren bei Konflikten etablieren. Eine weitere Maßnahme ist der verstärkte Einsatz von „Neuen Hausmeisterinnen und Hausmeistern“. Im Konkreten fordern wir als Maßnahmen für ein friedliches Zusammenleben den Ausbau der Konfliktregelungsangebote vor Ort durch gezielte Schulungen für Hausverwaltungen und engagierte Nachbarinnen und Nachbarn (z.B. HaussprecherInnen oder HausmeisterInnen) auch die Förderung von professionellen Mediationsangeboten muss erhöht werden. Gezielte Mikroförderungen und Beratungsangebote für Nachbarschaftsprojekte und Verschönerungsaktion können vor Ort ein aktives Zusammenleben unterstützen. Aus einer Förderung für die Ausgestaltung von Gemeinschaftsräumen, kann schnell ein gemeinsames Projekt der Nachbarschaft werden.

Einzugsbegleitung ausbauen

Gerade in geförderten Wohnbauten kann durch einen Ausbau der bestehenden Einzugsbegleitung ein wichtiger Grundstein für ein qualitätsvolles Zusammenleben gelegt werden. Denn beim Einzug in eine neue Wohnumgebung bestehen nicht nur Chancen, sondern auch Risiken. Ein erstes Kennenlernen der anderen Mieterinnen und Mieter ist eine wichtige Basis für eine gute Nachbarschaft. Durch die Einzugsbegleitung kann so leichter eine Gemeinschaft entstehen, von der alle Beteiligten in der Wohnumgebung profitieren.

Auszeichnung für engagierte Nachbarinnen und Nachbarn

Eine Auszeichnung engagierter Nachbarinnen und Nachbarn, wie z.B. Haussprecherinnen und Haussprecher oder sozial engagierte Bauträger, holt Vorbilder des Zusammenwohnens vor den Vorhang und kann weitere Menschen motivieren, sich für ein friedliches und lebenswertes Wohnen einzusetzen. Best-Practice Beispiele gibt es viele, es ist Zeit, dass sie Standard werden bei neuen Bauten, damit die Steiermark der Zukunft Wohnraum für alle bietet, der zu einer hohen Lebensqualität beiträgt.

TEILEN

Share on twitter
Share on facebook
Share on email
Share on whatsapp

Ähnliche Beiträge

Diese Webseite verwendet Cookies. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Stimmen Sie zu, um Cookies zu akzeptieren und unsere Webseite besuchen zu können.