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Wohnen: So kann es auch in Graz billiger werden!

Günstiger Wohnraum wird in Ballungsräumen immer knapper. In der Steiermark betrifft das vor allem den Zentralraum Graz. Hier sind es besonders die Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen die unter der Situation leiden. Sie geben einen Großteil ihres Einkommens für das Wohnen aus. Das muss aber nicht so sein. Wir können es ändern. Für Verena Nussbaum, Spitzenkandidatin im Wahlkreis Graz und Umgebung bei den Nationalratswahlen, gibt es genügend Beispiele, die vorzeigen, wie das gehen kann. 

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© En Garde

Eigentum ist (für die meisten) keine Lösung

Gerade erst hatte ich ein spannendes Gespräch mit zwei jungen Grazerinnen. Für die beiden scheint es wie ein völlig ferner Traum, sich jemals eine Eigentumswohnung leisten zu können. Die Preisentwicklung in Graz ließ die Wohnungspreise in schwindelerregende Höhen steigen. Neben der Tatsache, dass bei ihnen schon das Grundkapital nicht ausreicht um eine Wohnung finanzieren zu können, würden die monatlichen Gesamtkosten von Kreditrate inklusive Betriebs- und Heizkosten sowie Instandhaltungskosten ihre finanziellen Möglichkeiten übersteigen. Obwohl mich diese Problematik auch politisch schon lange beschäftigt, hat sich dieses Gespräch sehr in meinen Gedanken eingebrannt. Seither suche ich noch intensiver nach Ideen und Lösungen. Und es gibt sie, man muss nur die Augen offenhalten. Eigentum anzuschaffen, ist jedenfalls keine davon. Zumindest für die meisten. Auch wenn die ÖVP meint, die Anschaffung von Eigentum würde vor Armut schützen (Genau, und wer kein Brot hat soll halt Kuchen essen). 

Gemeinnütziger und kommunaler Wohnbau sind Preisdrücker.

Eh klar, werdet ihr jetzt denken. Eine Sozialdemokratin spricht sich naturgemäß für den gemeinnützigen und kommunalen Wohnbau aus. Lasst mich aber kurz schildern, warum ich überzeugt davon bin, dass wir den gemeinnützigen Wohnbau weiter stärken müssen und besonders der Ballungsraum Graz davon profitieren würde: Gemeinnützige Wohnungen sind im Schnitt um 30 Prozent günstiger als Wohnungen am freien Markt.

Umso größer der Anteil von gemeinnützigen Wohnungen ist, desto größer ist ihre preisdämpfende Wirkung auf alle anderen Wohnungen.

Es profitieren daher alle Mieterinnen und Mieter von einem starken gemeinnützigen Wohnbau. Fehlt dieses Angebot, steigt die finanzielle Belastung für alle und die öffentliche Hand muss erst wieder mehr Geld in Form von Wohnunterstützung zuschießen, damit sich Menschen das Wohnen überhaupt noch irgendwie leisten können

Wien macht vor wie es geht.

Wir müssen gar nicht so weit schauen, um ein Musterbeispiel zu finden. Wien macht allen anderen Großstädten dieser Welt vor, wie es funktionieren kann. Dort wohnen heute 60 Prozent in geförderten Wohnungen. Laufend werden neue Wohnungen errichtet, um dem Bevölkerungswachstum nachzukommen. Aber auch in Wien ging in den letzten Jahren der Anteil von geförderten Wohnung an den Neubauten zurück. Deshalb hat die Stadt reagiert und mit einer neuen Bauordnung zwei Drittel des Bodens für geförderte Wohnungen reserviert. Genau das wünsche ich mir für alle Ballungsräume und größeren Städte in Österreich. Damit auch in Graz das Leben wieder leistbar wird. Aber auch in Westösterreich hat man erkannt wie es geht. So hat man 2018 in Innsbruck das erste Fünf-Euro pro Quadratmeter (Brutto) Wohnprojekt im Zentralraum um Innsbruck errichtet.

Geld zum Leben!

Ich will, dass die Menschen ihr hart erarbeitetes Geld zum Leben verwenden können. Und nicht jeden Cent zusammenkratzen müssen um überleben zu können. Neben fairen Löhnen ist ein leistbarer Wohnraum deshalb eines meiner ganz zentralen Anliegen. Neben Sofortmaßnahmen wie der Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Mieten der Einführung eines Universalmietrechts und einem Verbot der Umwälzung von Maklergebühren auf MieterInnen, müssen wir Immobilienspekulationen bekämpfen und gemeinnützigen Wohnbau stärken! Wohnen darf kein Luxus sein! So kann wohnen auch in Graz billiger werden.

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