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Regionale Wirtschaft stärken – Klima schützen

In unserem Blog stellt Landeshauptmann-Stv. Michael Schickhofer sieben Maßnahmen vor, wie die Steiermark in den nächsten Jahren zur Vorreiterin bei klimafreundlichen Beschaffungen, Ausschreibungen und Förderungen wird.

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03.10.2019, AUT, Burg, Hofgasse, Graz, PRESSEFOYER - MICHAEL SCHICKHOFER, im Bild: {perssons}; FOTOCREDIT: ERWIN SCHERIAU

Heute Maßnahmen, um das Klima von morgen zu schützen

Ich schlage vor, dass das Land über faire und klimafreundliche Beschaffungen sowie Förderungen die regionale Wirtschaft stärkt. Damit es übermorgen ein gutes Klima für alle gibt. Mein Ziel ist es außerdem, die Steiermark Schritt für Schritt zum Bio-Vorzeigeland zu machen. Alle Steirerinnen und Steirer sollen in den Genuss gesunder, leistbarer biologischer Lebensmittel aus unseren steirischen Regionen kommen.

“Als dreifacher Familienvater ist es mir ein persönliches Anliegen, dass jedes Kind in der Steiermark Zugang zu qualitativ hochwertigen Lebensmitteln bekommt.”

Als dreifacher Familienvater ist es mir ein persönliches Anliegen, dass jedes Kind in der Steiermark Zugang zu qualitativ hochwertigen und vor allem pestizidfreien Lebensmitteln hat – schließlich geht es um die Gesundheit und ein gutes Leben unserer Kinder und Enkelkinder. Bei Einkäufen des Landes Steiermark sowie bei Förderrichtlinien soll daher künftig die CO2-Bilanz und biologische Produktion eine entscheidende Rolle spielen.

CO₂ Anteil berücksichtigen

Im Bereich der öffentlichen Beschaffung, bei Förderungen und Ausschreibungen des Landes Steiermark soll künftig der CO2-Ausstoß bzw. CO2-Anteil als fixes Kriterium verpflichtend berücksichtigt werden. Ob bei Produkten oder Dienstleistungen aller Art, bei Lebensmitteln in Landes- und landesnahen Küchen oder auch bei der Anschaffung von Fahrzeugen – das Land Steiermark soll zeigen, dass effektiver Klimaschutz in allen Bereichen funktionieren kann und gleichzeitig die Lebensqualität steigert. Bei der Fahrzeugflotte des Landes sollen CO2-freie Wasserstoff- oder E-Autos angeschafft werden.

Biologisches Essen zur Steigerung der Lebensqualität

Um den heimischen Bauern neue Absatzmärkte zu sichern, soll in Landes- und landesnahen Küchen und Buffets der Bioanteil deutlich erhöht werden. Bio-Qualität soll für alle Menschen zugänglich und leistbar sein: Für jene, die selber kochen und für jene, die sich täglich außer Haus am Arbeitsplatz, in Schulen, Kindergärten oder Pflegeeinrichtungen versorgen. Das Land Steiermark kann dafür einen entscheidenden Beitrag leisten: Wenn im Einflussbereich des Landes nur noch Bio-Produkte und Produkte aus artgerechter Tierhaltung angeschafft und gefördert werden, werden deutlich mehr Landwirtschaftsbetriebe auf biologische Produktion umstellen, was den Preis für diese Produkte generell verringern wird. Durch die Stärkung der biologischen Landwirtschaft, die Schaffung neuer Ertragschancen für heimische Bauern, mit gesundem Essen in Spitälern, Kindergärten und Schulen, mit mehr Qualitätsbewusstsein und regionaler Wertschöpfung, mit dem Schutz der Gesundheit durch die konsequente Pestizid-Reduktion soll die Steiermark Schritt für Schritt zum Bio-Vorzeigeland in Europa werden.

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Bio-Modellregion

Anhand einer Modellregion möchten wir zeigen, dass ein Umstieg auf biologische Landwirtschaft  mehr Wachstum und mehr Lebensqualität für alle bringt. Mit einer Bio-Modellregion möchten wir den Anteil an Bio-Produktion erhöhen, eine Erhöhung der Anzahl an Bio-Betrieben sowie eine Steigerung des Bioanteils in der Gastronomie erreichen und auch mehr Bewusstsein für die Bedeutung einer nachhaltigen, regionalen und biologischen Produktion schaffen. Unterschiedlichste Projekte sollen in der Bio-Modellregion vom Land Steiermark unterstützt werden. Ziel ist es, vorhandene Potenziale zu nutzen und mit den Menschen vor Ort neue Strukturen aufzubauen, um den biologischen Anbau voran zu bringen. In der Bio-Modellregion soll es Unterstützung und Begleitung geben, die Menschen vor Ort sollen beim Aufbau regionaler Bio-Wertschöpfungsketten unterstützt werden. Neben landwirtschaftlichen Betrieben sollen zum Beispiel auch Gemeinschaftsgärten, die den Zusammenhalt und den Bezug zur Natur stärken, gefördert und dadurch geschaffen werden.

Steirisches Gütesiegel

Biologische Produkte aus den steirischen Regionen sollen künftig mit einem eigenen Gütesiegel versehen werden. Zudem sollen alle Steirerinnen und Steirer über einen Steiermark-Katalog sowie eine Online-Plattform Informationen zu unseren steirischen Produkten, ihre Aufzucht sowie ihre Herstellung erhalten.

Tierleid verhindern

Wir wollen, dass die Steirerinnen und Steirer wissen, welche Herkunft und Qualität ihre Produkte haben, die sie kaufen. Daher braucht es eine Kennzeichnungspflicht für alle Produkte tierischen Ursprungs betreffend Haltungsbedingungen und Herkunft der Tiere. Zudem wollen wir ein staatliches Tierhalte-Gütesiegel etablieren, um tierische Produkte einfacher in tierschutzgerecht bzw. nicht tierschutzgerecht zuordnen zu können.

Gesunde Ernährung für unsere Kinder

Die Schulmilchaktion kennt in Österreich jedes Kind. Ein Schulobstprogramm soll mit einem Obstkisterl allen Schülerinnen und Schülern den Genuss von regionalen Obstsorten näherbringen. Private Firmen und Betriebe, die ihre Betriebsküchen auf Bio umstellen, sollen dabei unterstützt und ausgezeichnet werden. Auch in Kindergärten und Landesschulen soll die Bio-Quote erheblich gesteigert werden. In Volksschulen soll es eine „Bio-Stunde“ pro Monat geben, um das Ernährungs- und Umweltbewusstsein zu fördern.

Fair-Teilen

Nach dem Vorbild Frankreichs und Tschechiens wollen wir, dass nicht mehr verkaufbare Lebensmittel an soziale Einrichtungen weitergegeben werden. Wichtig sind hier auch Investitionen in die dafür notwendige Infrastruktur, beispielsweise Lager und Kühlräume. Als gutes Beispiel hat das Land Steiermark mit den landeseigenenen Buffets ein diesbezügliches System eingerichtet. In Graz gibt es seit einigen Jahren die Fairteiler. Wenn man auf Urlaub fährt oder übers Wochenende aufs Land stellt sich oft die Frage, wohin mit den Lebensmitteln. Daher gibt es im Grazer Stadtgebiet bereits rund ein Dutzend öffentlich zugängliche „Fair-Teiler“ bei denen Privatpersonen Lebensmittel die sie nicht mehr benötigen lagern und an andere Personen gratis weitergeben. Wir wollen dieses System in allen Teilen der Steiermark schaffen.

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