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So musst du nicht mehr täglich pendeln

Nationalratswahlkandidatin Katharina Stern erklärt, wie wir durch gezielte Maßnahmen dafür sorgen können, dass weniger Menschen jeden Tag mit ihrem Auto in die Arbeit und nach Hause pendeln müssen.

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Katharina-Stern-Digitalisierung

Regionale Arbeitsplätze als Beitrag zum Klimaschutz schaffen

Ja, Klimaschutz betrifft auch die Arbeitswelt. Wenn Menschen regionales Arbeiten ermöglicht wird, reduziert das nicht nur umweltschädliche Emissionen, sondern verkürzt auch den Weg zur Arbeitsstelle und ermöglicht so effektiveres Zeitmanagement. Wer würde sich nicht über mehr Freizeit freuen? Mit einigen gezielten Maßnahmen können wir dieses Ziel erreichen.

“Es droht eine Trendwende bei den Arbeitslosenzahlen, daher müssen wir dafür sorgen, noch mehr regionale Arbeitsplätze zu schaffen”

Es entstehen laufend neue Jobs, in den verschiedensten Regionen der Steiermark, hauptsächlich aber in den Ballungsräumen. Graz als zweitgrößte Stadt Österreichs ist nicht unbedingt Vorreiterin bei der Vereinbarkeit von öffentlicher Anreise zur Arbeit, ist aber durch die S-Bahn gut mit den benachbarten Gemeinden vernetzt. Wir hatten in Österreich und der Steiermark längere Zeit sinkende Arbeitslosigkeit. Nun droht allerdings eine Trendwende, daher müssen wir dafür sorgen, noch mehr neue Arbeitsplätze zu schaffen, speziell in den Regionen. Regionale Arbeitsplätze haben zahlreiche Vorteile: Die Regionen werden gestärkt, die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen verlieren keine unnötige Zeit beim Pendeln und die Umwelt wird durch optimale Zug-, Bus- und Straßenbahnstrukturen geschont.

Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel und Radwege

Attraktivität gewinnen regionale Arbeitsplätze vor allem durch günstige und bequeme Erreichbarkeit. Dabei ist ein gut ausgebautes öffentliches Verkehrsnetzwerk ausschlaggebend. Hierzu zählen nicht nur Straßenbahnen und Busse, sondern auch eine bessere Gestaltung der Fahrradwege in den städtischen Bereichen. Ein Fallbeispiel aus Graz spiegelt wider, wie dringend die Verbesserung der sogenannten Öffis ist:  Wohnt man in der Ragnitz im Osten, und arbeitet in Eggenberg, im Westen, ist die Arbeitsstelle zwar mit Bus und Straßenbahn erreichbar. Jedoch nicht in unter 50 Minuten. In derselben Zeit erreicht man von Graz aus St. Michael in der Obersteiermark mit dem Auto oder Kapfenberg mit dem Zug. Anhand dieses Beispiels wird klar, wieso das Pendeln mit dem Auto immer noch am beliebtesten ist. Daher ist es wichtig, eine schnellere, bequemere und kostengünstigere Alternative im öffentlichen Verkehr zu bieten.

Tele-Arbeitsplätze und Homeoffice

Die Digitalisierung in der Arbeitswelt bringt auch einige Vorteile mit sich. Einer davon ist die Möglichkeit von Tele Arbeitsplätzen und dem Homeoffice. Hierbei gibt es je nach Beruf und ArbeitgeberInnen die Möglichkeit von tageweisem Homeoffice bis hin zur generellen Telearbeit mit Ausnahmen. In vielen Tätigkeiten ist dies längst keine Utopie mehr und ermöglicht so den MitarbeiterInnen, mehr Zeit mit der Familie zu verbringen und eine flexiblere Zeiteinteilung vorzunehmen.

daniel-wiadro-unsplash

Pendeldistanz bei Bewerbungen mitdenken

Es kann schon mal passieren, dass sich zwei Lehrerinnen immer in der Früh am Bahnhof treffen, weil eine von Murau nach Liezen und die andere von Liezen nach Murau pendelt. Auch dieses Beispiel ist keineswegs ein Produkt meiner Fantasie, sondern eine tatsächliche Geschichte, die mich auf den Kopf greifen lässt. Es ist klar, dass diverse Berufsgruppen häufiger in den Regionen vertreten sind als andere und sich dadurch nicht überall diese Möglichkeit bietet, trotzdem sollten Unternehmen bei Bewerbungen die Pendeldistanz mitbedenken.

Informationen zu den beruflichen Möglichkeiten vor Ort

VerpackungstechnikerInnen ist sicher bekannt, wo sie in ihrer Region als solche arbeiten können. Jedoch ist ihnen vielleicht nicht klar, dass sie ebenso in Druck- oder Papierwerken eine Anstellung finden können. Eine Maßnahme für mehr Regionalität bei den Berufen ist die Aufklärung und Information über die unzähligen Angebote der heutigen Arbeitswelt. Zwar kann man heute schon durch einige Suchverfahren im Internet die Betriebe im bestimmten Umkreis einsehen, diese Methode erfreut sich aber geringer Beliebtheit. Institutionen wie das AMS sollten daher mehr Information anbieten, auch online, damit alle die Chance haben, einen Job im näheren Umkreis zu bekommen.

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