Leben in der Steiermark

Die Steiermark ist ein vielfältiges Land mit unterschiedlichen Lebensrealitäten. Was jedoch alle SteirerInnen eint, ist der Wunsch nach einer besseren Zukunft, in der alle Menschen frei von Zwang und Unterdrückung leben können, ihre Grundbedürfnisse gedeckt sind und sie wirtschaftlich abgesichert sind. Zusammenhalt steht für uns an erster Stelle. Eine Gesellschaft kann nur funktionieren, wenn sie solidarisch organisiert ist. Denn Solidarität hebt die Verschiedenheiten zwischen Menschen auf und macht uns alle gemeinsam stärker. Wir setzen uns deshalb mit ganzer Kraft für eine gerechte Gesellschaft ein, in denen alle Menschen unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion und sexueller Orientierung in Frieden und Freiheit leben können.

Happy friends holding each other

Die Steiermark ist weiblich

In aller Vielfalt der Lebensentwürfe und -Realitäten darf es im 21. Jahrhundert kein offenes oder verdecktes Thema mehr sein, dass Frau-Sein ein Hindernis jeglicher Art darstellt. Wir wollen eine ehrliche, hundertprozentige Wahlfreiheit und Chancengleichheit für Frauen. Dies umfasst unter anderem auch den Bereich der Kinderbildung- und Betreuung sowie die soziale Absicherung, ein gewaltfreies Leben, faire Chancen am Arbeitsmarkt und Schutz vor Altersarmut.
Die SPÖ hat sich zum Ziel gesetzt, Benachteiligungen von Frauen zu beseitigen und das Leben in den verschiedensten Lebenswelten zu verbessern Dies umfasst die Bereiche Arbeitswelt, Familie, Politik und Gesellschaft, Bildung, Wohnen, Mobilität, Gesundheit und KonsumentInnenschutz. Vieles wurde in der Steiermark durch SPÖ Regierungsmitglieder erreicht, aber es ist noch vieles zu tun, um echte Gleichstellung und nicht nur Gleichberechtigung auf dem Papier, zwischen Mann und Frau zu erreichen. 

Dazu braucht es:

  • Mehr Lohngerechtigkeit durch Lohntransparenz und spürbare Sanktionen bei Nichteinhaltung
  • Mehr Frauen an die Macht!
  • einen unabhängigen Zugang zu Informationen
  • Gewaltschutz und -prävention

Die Steiermark ist sicher

Es darf keinen Unterschied machen, wo in der Steiermark jemand zu Hause ist – Sicherheit ist ein Grundbedürfnis, das überall gleichermaßen gewährleistet sein muss. Von Gesundheits- und notfallmedizinischer Versorgung bis zur Polizeipräsenz muss es in allen steirischen Regionen hoch qualitative und gut erreichbare Leistungen für die Bevölkerung geben.

In der Steiermark engagieren sich aber auch tausende Menschen in ihrer Freizeit in Einsatzorganisationen. Sie haben das Recht, mit den besten und modernsten Geräten ausgerüstet zu werden, die ihnen ihre wertvolle Arbeit erleichtern. Für unsere Gesellschaft ergibt dies eine Win-Win-Situation, weil dadurch nicht nur Helfern geholfen ist, sondern auch der Bevölkerung. Nach dem Motto „Den Helfern helfen“ sind Maßnahmen zu entwickeln, die geeignet sind, die Zahl der Freiwilligen bei unseren Einsatzorganisationen weiter zu erhöhen und für Verbesserung der Rahmenbedingungen im Arbeits- und Lebensumfeld der Ehrenamtlichen zu sorgen.

Dazu braucht es:

  • Die Stärkung des Ehrenamtes
  • modernste Ausrüstung für unsere Helfer
  • Die Digitalisierung der Alarmierung
  • Die Wappnung gegen neue Herausforderungen
  • Eine stärkung des Selbstschutzes
  • Sicherheit in allen Regionen der Steiermark
  • Den Verbleib der Trinkwasserversorgung in öffentlicher Hand 

Die Steiermark ist mobil

Nach dem Top- Ticket für Studierende, Lehrlinge und SchülerInnen wollen wir ein PendlerInnenticket um 300 Euro pro Jahr. Insgesamt arbeiten rund 350.000 Steirerinnen und Steirer außerhalb ihres Wohnortes. Das ergibt pro Werktag in der Steiermark etwa 800.000 Fahrten in die Arbeit und nach Hause. Diese Zahl gilt es zu reduzieren und den PendlerInnen den kostengünstigen Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel zu ermöglichen.

In den steirischen Regionen darf es auch nicht wieder zur Sorge der Eltern werden, wie ihre Kinder sicher in die Schule und zurückkommen. Im Sinne der Chancengleichheit im ländlichen Raum muss sichergestellt werden, dass alle Kinder jene Schule besuchen können, die ihre Talente bestmöglich fördern. Wir fordern und fördern daher Mobilitätskonzepte, die für Familien leistbar sind, Chancengerechtigkeit für Kinder im ländlichen Raum wahren und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

In Zeiten der Digitalisierung ist eine bestmögliche Internet-Infrastruktur Grundvoraussetzung. Speziell in ländlichen Regionen wollen wir hier den Ausbau massiv vorantreiben, um Abwanderung zu verhindern und Betriebsansiedelungen zu ermöglichen.

Dazu braucht es:

  • Den Breitbandausbau (Glasfaser)
  • Ausbau der Straßenbahnen in Graz
  • Den Ausbau der Radinfrastruktur 
  • Die Sicherung der Schultransporte
  • Sichere Nachtmobilitätfür Jugendliche
  • Das Top-Ticket für PendlerInnen

Die Steiermark ist divers

Wir kämpfen für die volle Gleichstellung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, intergeschlechtlichen, Trans*- und queeren Personen (LGBTIQ). Wir setzen uns dafür ein, dass Menschen unabhängig von Rollenzwängen über ihren Körper, ihre Identität und ihre Sexualität bestimmen können.

Ein selbstbestimmtes, solidarisches und stolzes Leben muss sich sowohl im Recht als auch in der Gesellschaft widerspiegeln! Wir müssen den vollen Schutz vor Diskriminierung durch das Gleichbehandlungsgesetz auch beim Zugang zu Wohnungen, Dienstleistungen und in der Freizeit garantieren.

Die Teilhabe aller in der Steiermark lebenden Menschen an der Gesellschaft, der digitalen Welt und der soziale Zusammenhalt werden als Voraussetzung für eine positive Zukunftsentwicklung der Steiermark angesehen. Die Einhaltung der Menschenrechte ist dabei unumstößliches Fundament.

Unser Ziel ist die völlige Selbstbestimmtheit in allen Lebensbereichen für alle Menschen in der Steiermark. Ein Grundprinzip ist es, nicht über, sondern mit Betroffenen über die Gestaltung einer inklusiven Steiermark zu reden. Eine zeitgemäße Behindertenpolitik bedeutet, Menschen ernst zu nehmen, als Gegenüber zu begreifen und eine bedingungslose Chancengleichheit und Teilhabe sicherzustellen. Das umfasst die Lebensbereiche selbstbestimmtes Wohnen, Arbeitsverhältnisse nach sozial- und pensionsversicherungsrechtlichen Bestimmungen, demokratische Teilhabe sowie die Disposition über ein persönliches Budget zum Zukauf von unterstützenden Leistungen. Menschen mit Behinderung können sich in der Steiermark auf eine gesetzliche Absicherung ihrer Bedürfnisse verlassen. Die Steiermark steht nicht nur zu ihrer Vorreiterrolle in der Behindertenhilfe, sondern baut diese auch im Dialog mit Selbstvertreterinnen und Selbstvertreter und Leistungsanbietenden aus.

Die Steiermark ist sportlich

Wir brauchen freien Zugang zu Sport und Sportstätten, Öffnung von Schulturnsälen auch während der Ferien und eine flächendeckende grundlegende Sportstätteninfrastruktur. 

Wir wollen Qualitätskriterien und Schwerpunkte für die Gewährung von Förderungen (Nachwuchsarbeit, TrainerInnenausbildung, Nachhaltigkeit).

Wir wollen Tauschbörsen nach dem Vorbild der Wintertauschbörse der Arbeiterkammer fortführen, um Eltern bei der Beschaffung von Sportausrüstung finanziell zu entlasten und die Nachhaltigkeit im Sportbereich zu stärken sowie entsprechende Vernetzungsangebote im Online-Bereich bereitstelle

Die Steiermark ist künstlerisch

Kunst und Kultur müssen wieder verstärkt als gesellschaftliche Aufgaben wahrgenommen und in den Mittelpunkt gerückt werden. Die ausreichende Finanzierung durch die öffentliche Hand muss gewährleistet sein. Nur dadurch können die Menschen in Kunst und Kultur ihre Potentiale entfalten.

Ein möglichst gleichrangiger Zugang aller im Lande lebender Menschen muss qualitativ und regional geöffnet werden. Besonderer Blick auf Menschen in den Regionen. Ausbau in den Regionen der Aktion „Hunger auf Kunst und Kultur“.

Für viele andere ist Kulturarbeit vor allem einmal Lustgewinn, Selbstverwirklichung und Freizeitvergnügen, um nur einige Schlagworte zu bemühen. Ändern muss sich die (Selbst-)Ausbeutung die im freien, autonomen Kulturbereich Einzug gehalten hat – Kulturarbeit ist Arbeit und muss auch als solche entlohnt werden! Künstlerische und kulturelle Arbeit muss mit Existenzsicherung verbunden sein. Maßnahmen dafür sind zu setzen. Es braucht Mindeststandards der Entlohnung, welche von Kulturinitiativen und Kulturverwaltung und -politik eingehalten werden müssen! – Stichwort: Fairpay. Auch im Kunst- und Kulturbereich sind besonders Frauen von prekären Arbeitsbedingungen betroffen.

Junge Kreativgruppen müssen besonders unterstützt werden. Sozio- und Subkulturen müssen durch Kulturpolitik gestärkt werden. Individualität, Kreativität und Reflexionskraft gingen dadurch verloren. Das Ausprobieren ist notwendig und führt zu interessanten Projekten.

Eine stärkere Vernetzung von Kultur- und Bildungseinrichtungen ist in einer Zeit gravierender und grundlegender Änderungen des Berufs- und Soziallebens unumgänglich. Alle diesbezüglichen Aktivitäten sind zu unterstützten. Museen können und sollen in ihrem Zuständigkeitsbereich forschen, planen und probieren.

Kunst- und Kulturpolitik dürfen sich (im Bund wie in den Ländern) nicht nur auf Zentrumsgemeinden ausrichten, sie müssen mit Förderungen gezielt die Kunst- und Kulturarbeiter*innen der Regionen unterstützen.

Der Anteil der Frauen in der Kulturszene vor allem im autonomen Kulturbereich ist ein sehr hoher. Dennoch nehmen Frauen noch immer nicht den Platz ein, der ihnen gebührt. Auch werden die Arbeiten von Künstlerinnen und Kulturarbeiterinnen zu wenig beachtet. Es bedarf einer offensiven Sichtbarmachung von Frauen in der Kulturszene.

Die Steiermark ist ländlich

Abwanderung aus den steirischen Regionen zu verhindern ist ein zentrales politisches Anliegen für uns. Dafür brauchen wir Maßnahmen um die Dorf- und Ortskerne zu stärken und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Menschen in allen steirischen Regionen ein gutes Leben führen können.

Start der Nahversorger-Initiative
Um der Entmenschlichung der Ortskerne in den steirischen Gemeinden entgegenzuwirken, wird eine steirische Nahversorger-Initiative mit einem großen menschlichen Plus gestartet: im Rahmen der Behindertenhilfe werden kleine, regionale Läden im Gemeindezentrum unterstützt, in denen Menschen mit Behinderung einen Job finden. Dadurch werden nicht nur neue Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung geschaffen, sondern auch die Nahversorger, die einen gewichtigen Teil zum Zusammenleben in der Gemeinde leisten, gestärkt.

Schwerpunkt-Förderung der biologischen Landwitschaft
Wir wollen für die Steiermark eine Bio-Wende in der Landwirtschaft. Gesunde Lebensmittel, artgerechte Tierhaltung und die Vermeidung unnötiger Transporte und Verpackungen sind brennende Themen unserer Zeit. Hier wollen wir bei den Förderungen und der Kennzeichnung regionaler Produkte Schwerpunkt setzen und so für artgerechte und schmerzfreie Haltungsformen in der Viehwirtschaft bei gleichzeitiger Einschränkung der Lebendtiertransporten sorgen.

Die Steiermark ist integrativ

Menschen wandern nach Österreich zu und finden in der Steiermark eine neue Heimat. Wesentlich ist dabei, dass Zuzug von Beginn an bewusst gestaltet und begleitet wird. Denn für eine zukunftssichere Steiermark brauchen wir qualifizierte Arbeitskräfte in Mangelberufen. Wir wollen, dass diese Menschen sich in der Steiermark zuhause fühlen und sich mit unserer Gesellschaft identifizieren können.

Ebenso gilt es, klare Rahmenbedingungen für die Integration von geflüchteten Menschen zu schaffen. Dazu gehört, dass auf europäischer Ebene eine wirksame Strategie zur Verwirklichung von Menschenrechten, zum Umgang mit Flucht und eine faire Lösung zur gemeinschaftlichen Bewältigung dieser Aufgabe umgesetzt wird. Ebenso gehört dazu, dass seitens des Bundes rasch, fundiert und nach transparenten Kriterien eine Entscheidung über das Asylrecht von Asylwerbenden getroffen wird. Jene Menschen, die aufgrund des österreichischen Asylrechts in der Steiermark eine neue Heimat finden, werden bei ihrem Integrationsprozess nach dem Prinzip Fordern & Fördern unterstützt.

Der Schlüssel zu Integration liegt in den Bereichen Sprache, Bildung, Arbeit und Antidiskriminierung. Ohne ein unmissverständliches Bekenntnis zu begleiteter Integration riskieren wir das hohe Niveau an gesellschaftlicher Stabilität in der Steiermark sowie volkswirtschaftliche Folgekosten. Wir fühlen uns dem sozialen Frieden in der Steiermark verpflichtet.

Das Zusammenleben aller in der Steiermark beruht auf Gleichberechtigung und Freiheit der bzw. des Einzelnen – mit gleichen Rechten und gleichen Pflichten auf Basis unserer Rechtsordnung. Diese Rechtsordnung ist nicht durch Berufung auf Kultur, Religion, ethnische Zugehörigkeit, Tradition oder dergleichen zu relativieren oder außer Kraft zu setzen.

Die Politik im Land Steiermark hat somit zum Ziel, die gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabemöglichkeiten und -fähigkeiten aller Einwohnerinnen und Einwohner zu unterstützen und zu fördern. Es ist ihre Aufgabe, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass dies gelingt. Dazu gehört auch, dass Hass im Netz genauso wie in der realen Welt keinen Platz hat. Teilhabe an der Gesellschaft ist jedoch ein Zusammenspiel aus gemeinsamer gesellschaftlicher Verantwortung und der Aufgabe jeder und jedes Einzelnen, auch Eigenverantwortung zu übernehmen und sich zu engagieren.

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