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Kriminalprävention: Sozialpolitik als bestes Mittel

Ein häufig diskutiertes Thema in der Politik ist die Kriminalitätsrate und wie sie auf Dauer gesenkt werden kann. Dabei verwenden diverse Parteien gerne die Sündenbockstrategie, schüren Hass und schaffen Ängste. Aber sieht so eine angemessene Kriminalitätsbekämpfung aus? Katharina Stern, Kandidatin zur Nationalratswahl im Regionalwahlkreis Graz und Umgebung sagt: Eindeutig Nein! Stattdessen müssen wir die Lebensqualität der Menschen verbessern.

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Katharina-Stern
© Wolfgang Spekner

Ein starker Sozialstaat als Basis für ein gutes Leben

Die Basis einer funktionierenden Gesellschaft ist das Wohl und die Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger. Dies wirkt sich auch auf die weitere Entwicklung des Landes aus, bedenkt man, dass Arbeitslosigkeit ein begünstigender Faktor der Kriminalität ist.

Die Basis einer funktionierenden Gesellschaft ist das Wohl und die Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger.

Daher ist es essentiell, dass sich nicht nur jeder Mensch in Österreich, unabhängig seiner/ihrer Herkunft, als wertvolles Gesellschaftsmitglied fühlt, sondern auch einer Beschäftigung nachgehen kann, die dieses Selbstwertgefühl unterstützt. Wir erinnern uns an einen groß(artig)en Sozialdemokraten, der einst sagte „Ein paar Milliarden Schulden bereiten mir weniger schlaflose Nächte als 100.000 Arbeitslose“. Genau wie bei Bruno Kreisky damals, liegt es heute in unserer Verantwortung für eine Stärkung des Sozialstaats zu sorgen und somit nicht nur Kriminalität, sondern auch Arbeitslosigkeit und Stundenlöhne von 1,50€ zu verhindern.

Bildung und gerecht bezahlte Arbeit als Mittel zum Aufstieg

Der Weg zur perfekten Arbeits- und Sozialpolitik ist kein leichter, aber nicht unbezwingbar. Beginnen wir bei der Aus- und Weiterbildung; Dank dem Arbeitsmarktservice besuchen Arbeitssuchende Kurse, die ihnen neue Kompetenzen vermitteln und Fertigkeiten vertiefen. Jedoch sind diese nicht immer abgestimmt auf die Person, die diesen Kurs besucht. Der erste Schritt muss ein Analysieren der Fähigkeiten eines/einer jeden einzelnen sein und dank verschiedener Tests und Auswertungen ist dies absolut möglich. Mithilfe der richtigen Kurse kann also ein Bewusstsein für Neuerungen und arbeitsstellenspezifische Kenntnisse geschaffen werden und somit auch der Wiedereinstieg in den Beruf erleichtert werden. Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Reduzierung von Unzufriedenheit und daraus resultierender Kriminalität ist eine faire Bezahlung. Natürlich variieren Gehälter je nach Berufsgruppen, doch ich bin der Meinung, dass der Mindestlohn in Österreich nicht mehr unter 1.700 Euro netto liegen darf. Nur durch eine gerechte und adäquate Entlohnung können wir die breite Mittelschicht in Österreich wieder stärken.

© Unsplash
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Arbeitszeitverkürzung für mehr Glück und Lebensqualität

Wer viel und hart arbeitet, ist aber nicht automatisch glücklich, zufrieden und frei von Beschwerden. Auch hier ist es Zeit für Reformen, besonders im Bereich der Gesundheitsvorsorge und der Unterstützung direkt am Arbeitsplatz. Möglich wird das durch eine geregelte Arbeitszeit, weg von der 60 Stunden Woche hin zu mehr Freizeit für eine gesteigerte Lebensqualität und erhöhte Produktivität. Nur so können sich Beschäftigte in Österreich als vollwertige Mitglieder der Gesellschaft fühlen. Es ist unsere Aufgabe, allen Menschen das Gefühl von Menschlichkeit zu geben und jeden Bewohner/jede Bewohnerin nachhaltig weiterzubilden und in die Gesellschaft einzugliedern.

Fazit

Wir können stolz sagen, dass die Kriminalität in Österreich sinkt, aber wir müssen dafür sorgen, dass wir diesen Status nicht nur beibehalten, sondern durch soziale und wirtschaftliche Absicherung zusätzlich auch stetig verbessern. So können sich die Österreicherinnen und Österreicher endlich wieder auf die Politik verlassen, mit einem guten Gefühl arbeiten gehen und haben mehr Lebensqualität.

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