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Klimaschutz oder Arbeitsplätze – Wir können beides haben

Ein häufiges Gegenargument in der Debatte rund um stärkeren Klimaschutz ist, dass dieser wirtschaftsschädlich sei und Arbeitsplätze kosten würde. In unserem Blog erklären wir, warum das nicht stimmt und wie wir den Kampf gegen die Klimakrise nutzen können, um sogar neue Arbeitsplätze zu schaffen.

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Klimaschutz oder Arbeitsplätze - wir können beides haben

Wir müssen jetzt unverzüglich handeln

Die Wissenschaft ist sich mit überwältigender Mehrheit einig, dass wir den Anstieg der Temperaturen auf 1,5 Grad Celsius begrenzen müssen. Mit unserem derzeitigen Wirtschaftssystem steuern wir jedoch auf einen Anstieg von bis zu 4 Grad zu. Die Warnungen vor der Klimakrise sind längst keine Zukunftsmusik mehr. Denn die Auswirkungen sind bereits heute spürbar. Die österreichischen Gletscher schmelzen mit alarmierender Geschwindigkeit. Zwischen 1969 und 1998 sind die Gletscher in Österreich um 16 Prozent zurückgegangen. Seit 1998 nochmal um 20 Prozent. Für die nächsten 15 Jahre wird erwartet, dass bereits die Hälfte der Gletscher wegschmelzen werden. Wenn sie einmal verschwunden sind, werden wir sie nicht zurückholen können.

Klimakrise zerstört Arbeitsplätze und kostet Menschenleben

Die weltweiten Korn-Erträge gehen um bis zu 50 Prozent zurück, was zu Hungersnöten führt. Auch in Österreich ist die Landwirtschaft mittlerweile fast jährlich von schweren Dürren und anderen Extremen betroffen. Wenn wir also nichts gegen die Klimakrise unternehmen, werden die Auswirkungen nicht nur sehr viele Arbeitsplätze zerstören, sondern noch viel drastischere Auswirkungen haben: Eine Klimakatastrophe würde unzählige Menschenleben fordern. In Österreich gab es in den Jahren 2013, 2015 und 2017 bereits mehr Hitzetote als Verkehrstote. Und sie betrifft überdurchschnittlich Menschen, die einerseits die Krise nicht verursacht haben und andererseits nicht die finanziellen Mittel haben, sich davor zu schützen. Darum ist die Klimakrise auch die entscheidende soziale Frage unserer Zeit.

“Wir können die Klimakatastrophe verhindern – und gleichzeitig für soziale Gerechtigkeit sorgen”

Es ist noch nicht zu spät, die Katastrophe abzuwenden. Allerdings nur, wenn wir entschlossen handeln und zwar sofort. Die gute Nachricht ist, dass das Bewusstsein für den Klimaschutz in den letzten Jahren sehr gestiegen ist. Das verdanken wir nicht zuletzt der Fridays for Future Bewegung rund um Greta Thunberg. Auch in den USA gibt es Fortschritte. Dort hat die Abgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez mit ihrem Green New Deal ein groß angelegtes Konzept vorgelegt, wie wir die Klimakrise besiegen können. Fridays for Future und der Green New Deal haben etwas gemeinsam: Sie fordern saubere Luft, sauberes Wasser, unschädliche Lebensmittel sowie eine nachhaltige Industrie und Landwirtschaft. Der Green New Deal geht noch weiter und fordert eine EU-weite CO2-Steuer für Unternehmen, die für die Emissionen verantwortlich sind und ein europaweites Schnellzugnetz, um Kurzstrecken-Flüge unnötig zu machen. Beim all diesen Forderungen geht es aber um viel mehr als Klimaschutz. Denn Klimagerechtigkeit und soziale Gerechtigkeit sind untrennbar miteinander verbunden. Darum brauchen wir eine Abkehr von unserem derzeitigen Wirtschaftssystem, das auf der Ausbeutung von Menschen und Ressourcen beruht.

Green New Deal für Vollbeschäftigung

Und nun kommt der entscheidende Punkt. Der Green New Deal will nicht einfach die Industrie zerstören, wie oft fälschlicherweise behauptet wird. Ganz im Gegenteil: wir wollen neue, klimafreundliche Industrien stärken und neue Arbeitsplätze schaffen. Und der Green New Deal enthält auch eine der ältesten sozialdemokratischen Forderungen, nämlich jene nach Vollbeschäftigung. Alle, die keinen Arbeitsplatz in der neuen Wirtschaft bekommen, wollen wir mit einer Beschäftigungsgarantie absichern. Kann der Staat eine Region nicht mit aktiver Industriepolitik wiederbeleben, sollen Menschen einen staatlich finanzierten Arbeitsplatz in gesellschaftlich notwendigen Bereichen bekommen.

 

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