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Neues Kinderbildungs- und betreuungsgesetz

Neue Bestimmungen gelten nach dem heutigen Landtagsbeschluss mit Beginn des nächsten Kindergartenjahres im Herbst 2020.

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LR Ursula Lackner, Eröffnung Kindergarten Süd in Kalsdorf

Mehr Flexibilität, mehr Qualität, weniger Verwaltungsaufwand – auf diesen drei Säulen basiert die Neufassung des Steirischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetzes, das heute im Landtag beschlossen wurde. Es ermöglicht unter anderem stufenweise Leitungsfreistellungen und flexiblere Betreuungsformen und trägt damit den Anforderungen Rechnung, die die betroffenen Interessenvertretungen wie ARGE Kinderbildung- und -betreuung, der ua. die Gewerkschaften und der Berufsverband angehören, sowie Städte- und dem Gemeindebund im Zuge der Erarbeitung formuliert haben.


„Manches benötigt einen langen Atem, aber es war immer mein Ziel, ein verantwortungsvolles und zukunftsweisendes Gesetz für die Steiermark zu machen, das von allen Verhandlungspartnern mitgetragen wird“, betont Ursula Lackner, Landesrätin für Bildung und Gesellschaft (SPÖ). Zugleich muss der Blick auf ständige pädagogische Verbesserungen gerichtet sein – auch im Hinblick auf die Gruppengrößen: „Das ist pädagogisch wichtig, aber es braucht eine gemeinsame Kraftanstrengung von Bund, Land und Gemeinden, um eine Gruppenverkleinerung finanziell zu bewältigen. Denn kleinere Gruppen bedeuten im ersten Schritt einen Verlust an Betreuungsplätzen und im zweiten Schritt enorme Investitionen in zusätzliche Einrichtungen und zusätzliches Personal.“


Gerade deswegen ergänzt ein Verstärkungspool das neue Gesetz. Über ihn kann Einrichtungen mit einem erhöhten Betreuungsaufwand zusätzliches Personal zur Verfügung gestellt werden. Dieser Verstärkungspool wird aus Mitteln des Landes finanziert und noch im Herbst beschlossen.

Das bringt das neue Gesetz

Mehr Flexibilität, mehr Qualität, weniger Verwaltungsaufwand – auf diesen drei Säulen basiert die Neufassung des Steirischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetzes.

  1. Mehr Ressourcen für die Einrichtungen
  • Stufenweise LeiterInnen-Freistellung ab der 1. Halbtagsgruppe
  • Verstärkungspool für Einrichtungen mit hohem Betreuungsaufwand
  1. Mehr Flexibilität für Kinder und Eltern
  • Neues Modell der flexiblen Nachmittagsbetreuung, um dem Bedarf der Eltern entgegenzukommen
  • Übergang von Krippe in den Kindergarten wird flexibler gestaltet
  • Mindestanwesenheitszeit in Krippen von 4 auf 3 Tage reduziert
  1. Weniger Verwaltungsaufwand für MitarbeiterInnen
  • Anpassung von Ausnahmeregelungen: Weniger Bürokratie bringt mehr Zeit für Kinder
  • Gesetzliche Ferienregelung für Kinderhöchstzahlen bei Tagesmüttern/-vätern

 

Auch wenn das Paket von allen Beteiligten als guter Schritt in die richtige Richtung gesehen wird, bleibt im Hinblick auf Gruppengrößen und Betreuungsschlüssel trotz Freistellung und Verstärkungspool noch einiges zu tun, weiß Lackner. „Wir werden daher die gute Gesprächsbasis nützen und weiter gemeinsam an künftigen Verbesserungen arbeiten“, kündigt die Landesrätin für Bildung und Gesellschaft an.

 

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