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Meine Erfahrungen in der Pflege

Sigrid Riegler ist seit fast 30 Jahren im Pflegebereich tätig. In unserem Blog erzählt die Nationalratskandidatin warum es für sie nichts Schöneres gibt.

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Ein Job mit Sinn

Nach fast 30 Jahren im Pflegeberuf weiß ich als diplomierte Krankenschwester über alle Facetten dieses Jobs Bescheid. Das Wirken in diesem Beruf hat in meinem Leben Spuren hinterlassen, die fast allesamt positiver Natur sind. Ich habe mit den Menschen, um die ich mich gekümmert habe gelacht und geweint. Manchmal war ich nicht ihrer Meinung und an einem anderen Tag wiederum erstaunt wie ähnlich wir einander eigentlich sind. Ich wurde willkommen geheißen aber manchmal auch nur widerwillig akzeptiert. Die Menschen wollen mit meiner Hilfe lernen, mit ihren Herausforderungen und Einschränkungen besser zurecht zu kommen. Nach so langer Zeit kann ich sagen: Für mich habe ich den sinnvollsten Job der Welt.

Kein Tag ist wie der andere

Eines jener Dinge, die ich in meinem Berufsleben nicht mehr missen möchte ist die Abwechslung, die mich jeden Tag begleitet. Kaum ein Tag gleicht dem anderen, denn man weiß in der Früh nie was auf einen während des Dienstes zukommt. Im Laufe der Jahre haben sich für mich viele Freundschaften aufgetan. Besonders Geschichten von Frauen haben mich auf meinem Lebensweg begleitet. Sie erzählen mir von Kindern, Familie und den Beziehungen, die sie in ihrem Leben gehabt haben. Diese Geschichten haben mich nicht nur als Pflegende, sondern auch als Frau mitgeprägt und begleitet. Daher bin ich für die tägliche Erweiterung meines Blickfeldes ewig dankbar.  

Arbeiten im Team

Einer für alle, alle für einen. In kaum einem anderen Beruf trifft dieses Sprichwort so zu wie im Pflegebereich. Ich bin dankbar und froh seit Jahren im Team arbeiten zu dürfen. Natürlich setzt man in der Pflege ein hohes Maß an Selbstverantwortung voraus, dennoch kann man sich immer auf die Hilfe seiner Kolleginnen und Kollegen verlassen. Das Arbeiten im Team hat mir viele wichtige Grundeigenschaften mit auf den Weg gegeben, die ich nie mehr vergessen habe.

Der Pflegejob ist sicher

Der Bedarf an Pflege wird in den kommenden Jahren rasant ansteigen. Wer sich also für eine Ausbildung im Pflegebereich entscheidet kann davon ausgehen, dass er/sie auf Jahre gesehen einen sicheren Arbeitsplatz hat. Mit den richtigen Aus- und Weiterbildungen hat jeder und jede die Möglichkeit sich weiterzuentwickeln und aufzusteigen. Doch Sicherheit allein reicht nicht: Die Politik ist gefordert den Pflegeberuf weiter zu attraktivieren, denn nur so wird der Bedarf an Pflege auch gedeckt werden können.

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Dankbarkeit für´s Leben

Ein Job im Pflegeberuf macht aus vielerlei Hinsicht Sinn. Auf jeden Fall wird man immer dankbarer, was einem im täglichen Leben enorm helfen kann. Durch viele Einzelschicksale, die ich erlebt habe sehe ich jeden Tag auf welch hohem Niveau manche jammern. Ich bin jeden Tag dankbar für meine Gesundheit und dass ich so durchs Leben gehen kann und darf, wie es bei mir der Fall ist. Diese Dankbarkeit schlägt sich auch in eine gewisse Gelassenheit nieder, die ich unter anderem auch dank meines Berufes an den Tag legen kann. Als Angestellte im Pflegebereich kann ich stolz sagen: Ich stelle Kostbares in den Dienst meiner Mitmenschen. Die Dankbarkeit, die mir jeden Tag entgegengebracht wird, möchte ich mit nichts auf der Welt tauschen.

Staatliche Pflegegarantie

Ich sehe jeden Tag wie wichtig unser Beruf ist. Daher werde ich mich auch politisch dafür einsetzen, dass allen Menschen in Österreich ein Recht auf Pflege garantiert ist. Es ist Aufgabe der Politik den Menschen zu helfen und dafür zu sorgen, dass jemand für sie da ist, denn jede und jeder von uns kann einmal auf Hilfe angewiesen sein. Daher müssen wir regionale Pflegeservicestellen einrichten, die bei einem Pflegefall den Betroffenen von Anfang an zur Seite stehen und für die Erledigung aller notwendigen Schritte zuständig sind. Die Pflege- und Betreuungsangebote müssen außerdem weiter ausgebaut werden und der Staat muss eine gute Pflege für alle garantieren. Pflege wird immer eine emotionale Herausforderung sein – sie darf jedoch keine finanzielle Belastung mehr sein.

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