SPÖ Steiermark  >  Blog  > 

Beste Gesundheitsversorgung für alle ist möglich

In einem umfassenden Aktionsplan hat Landeshauptmann-Stv. Michael Schickhofer heute seine Pläne für die beste Gesundheitsversorgung aller Steirerinnen und Steirer präsentiert. In unserem Blog nennt er die konkreten Maßnahmen.

TEILEN

Share on twitter
Share on facebook
Share on email
Share on whatsapp
2019-10-15 SPOE Kampagne_BildOhneSchrift_Pflege

Gesundheit ist unser höchstes Gut – und dieses Gut muss in unserem Land allen in höchster Qualität zur Verfügung stehen, ob arm oder reich, jung oder alt, in der Stadt und am Land. Ich will, dass wir heute Maßnahmen setzen, dass die medizinische Spitzenversorgung morgen für alle garantiert ist. Damit wir übermorgen die beste medizinische Versorgung der Welt in der Steiermark haben.

Notruf am Handgelenk

Derzeit ist eine „Rufhilfe“, also ein Alarmsystem, das am Handgelenk angebracht werden kann, etwa beim Roten Kreuz kostenpflichtig erhältlich. Da alle Steierinnen und Steirer das Recht auf Sicherheit und Gesundheit haben, soll das Land Steiermark künftig bei der Kostentragung eines solchen Notalarms unterstützen. Ein Notruf soll allen in der Steiermark, die ihn benötigen, zur Verfügung stehen.

Gesundheitsuhr

Für die Prävention und Vorsorge, aber auch im Bereich der medizinischen Behandlung

soll die Verwendung von „Gesundheitsuhren“ künftig forciert und unterstützt werden. Neue technische Möglichkeiten können so für den Gesundheitsbereich noch stärker genutzt werden und die Steirerinnen und Steirern bei einem noch gesünderen und zufriedeneren Leben unterstützen.

Telemedizin ausbauen

Die Telemedizin kann einen Beitrag leisten, niederschwellig, unkompliziert und einfach die medizinische Versorgung zu bekommen, die notwendig ist. Gerade in der Vorsorge und Nachsorge können – nach skandinavischem Vorbild – smartphone-unterstützte Anwendungen hilfreich sein und den Patientinnen und Patienten lange Wege ersparen.

Ärzte- und Gesundheitszentren weiter ausbauen und verbessern

Bei allem technologischen Fortschritt braucht es auch den ganz wichtigen persönlichen Kontakt. Die fachliche Qualifikation, eine gute Erreichbarkeit und lange Öffnungszeiten – idealerweise von 9 bis 19 Uhr – sollen bei Ärzte-und Gesundheitszentren in der Steiermark Standard sein. Außerdem muss die Einbindung „nichtärztlicher“ Gesundheitsberufe wie z.B. Diplomkrankenpflege, Physiotherapie, Psychotherapie, Diätberatung, Altersmedizin, Disease-Management-Programme für chronisch kranke Menschen erfolgen. Dies sind wichtige Elemente einer flächendeckenden Gesundheitsversorgung. Gerade das zuletzt eröffnete Ärztezentrum Mureck ist ein gutes Beispiel für die Etablierung von neuen haus-, fach- und notärztlichen wohnortnahen Leistungen an einem Ort.

Weiterer Ausbau der Palliativ- und Hospizversorgung und der Betreuungsangebote für Angehörige

Die Hauptaufgabe der Palliativ- und Hospizversorgung liegt in der bestmöglichen Linderung der vielfältigen Symptome unheilbar Kranker und Sterbender sowie in der Beratung und Unterstützung der Betroffenen und ihrer Angehörigen. Patientinnen und Patienten, Angehörige und Menschen in ihrer Trauer zu Hause, in Alten- und Pflegeheimen, in Krankenhäusern sowie in den stationären Hospiz- und Palliativeinrichtungen zu unterstützen, ist ein wichtiger gesellschaftlicher Beitrag. Diese Dienste gehören weiter ausgebaut.

Beste Gesundheitsversorgung für alle

Offensive Strategie zur Vorbeugung, Therapie und Heilung psychischer Erkrankungen

Die Psychotherapie zählt zu jenen Bereichen, die dringend mehr Aufmerksamkeit benötigen. Wir setzen uns deshalb für Psychotherapie auf Kassenkosten ein. Patientinnen und Patienten sind bei der Suche nach einem Kassenplatz aktuell häufig mit langen Wartezeiten konfrontiert, was für Menschen, die sich gerade in einer schweren Krise befinden nicht zumutbar ist. Die derzeit existierenden Kassenplätze müssen daher dringend ausgebaut werden, um eine umfassende und rasche Hilfe zu gewährleisten. Im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie gibt es nach wie vor große Mängel: Es fehlt an Fachärzten mit Kassenvertrag, Therapieplätze sind rar und auch in der stationären Behandlung fehlt es an Betten. Besonders für junge Menschen ist eine rasche Unterstützung und Betreuung im Krisenfall für das weitere Leben und die weitere Entwicklung entscheidend. Im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie müssen daher endlich Maßnahmen gesetzt werden und die Angebote ausgebaut werden.

Suchtpräventionsmaßnahmen ausweiten

Suchtkrankheiten sind gewöhnliche Krankheiten, wie andere auch. Suchtkranke sind keine Kriminellen, sondern Menschen, die an einer Krankheit leiden. Daher bekämpfen wir einerseits die gesellschaftliche Stigmatisierung von Suchtkranken und sorgen dafür, dass es gar nicht erst soweit kommen muss, indem wir beispielsweise Präventionsmaßnahmen ausbauen.

Gesundheitsfördernde Angebote

Ausreichend Bewegung, Sport und gesunde Ernährung sind oft der Schlüssel zu einem guten Wohlbefinden und einem gesunden Alltag. Aktionen für gesunde Ernährung in Betrieben und Kinderbetreuungseinrichtungen sollen daher ausgebaut und unterstützt werden. Gemeinden sollen in Zukunft bei gesundheitsfördernden Maßnahmen – zum Beispiel bei der Ausweisung von Laufstrecken – noch mehr Unterstützung erhalten. Um mehr Bewusstsein für gesunde und ungesunde Lebensmittel zu schaffen, sollte ein Ampelsystem wie es bereits in Deutschland und anderen EU-Ländern angewandt wird, auch in Österreich eingeführt werden. Der Fett, Zucker- und Salzgehalt wird dabei mit einer Ampel (rot, grün, gelb) auf den Lebensmitteln ausgewiesen.

 

Gentechnikfreie Lebensmittelproduktion

Wir können in der Steiermark eine Bio-Wende in der Landwirtschaft einleiten, dazu braucht es ein generelles Verbot der Anwendung von krebserregenden Insektiziden und Pestiziden wie zum Beispiel Glyphosat.

Frauengesundheit ins Zentrum

Im Sinne der Frauengesundheit sollten Einrichtungen wie das Frauengesundheitszentrum in Graz mehr Unterstützung erhalten. Die richtigen Informationen, Beratungen und Möglichkeiten zum Austausch sind beim Thema Gesundheit für Frauen und Mädchen enorm wichtig. Der weiblichen Gesundheit wurde in vielen Bereichen zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt, obwohl Frauen von anderen Krankheiten wie Männer betroffen sind und sich Krankheiten bei Frauen durch andere Symptome als bei Männern äußern. Bewusstseinsbildung im Bereich der Frauengesundheit sollte daher unbedingt verstärkt gefördert werden. Insbesondere für Frauen ist die finanzielle Belastung durch Monatshygieneartikel sehr hoch. Daher fordern wir die Reduktion der Mehrwertsteuer auf Monatshygieneartikel. Außerdem wäre die Einführung von gratis Verhütungsmitteln gesundheitspolitisch ein großer Fortschritt. Einerseits können wir so die Zahl von sexuell übertragbaren Krankheiten massiv reduzieren, andererseits würde es auch zu weit weniger ungewollten Schwangerschaft en kommen. Auch aus frauenpolitischer Sicht wäre es ein Fortschritt, denn aufgrund veralteter Rollenbilder wird Verhütung oftmals immer noch als Aufgabe der Frauen empfunden. Das bedeutet für Frauen einen nicht geringen finanziellen Aufwand. Hier wird es Zeit für eine Entlastung. In der Steiermark herrscht darüber hinaus ein Mangel an Hebammen, weil es zu wenige Ausbildungsplätze gibt. Aufgrund des niedrigen Stundensatzes gibt es zudem zu wenige Hebammen mit Kassenvertrag, da alle freiberuflichen Geburtshelferinnen als Wahlhebammen tätig sind. Diese Unterstützung können sich finanziell schwächer gestellte Familien nicht leisten.

Rasche Operationstermine, weniger Wartzeiten und nachvollziehbare Terminvergaben

Monatelange Wartezeiten, bis man überhaupt einen Termin bekommt, wollen wir nicht akzeptieren. Darum braucht es hier mehr Transparenz bei Terminvergaben und grundsätzlich mehr Kassenärztinnen und -ärzte. Wir setzen uns für mehr Kassenärztinnen- und Kassenärztestellen ein, weil Gesundheit niemals ein Luxus werden darf. Außerdem sollen freie Kapazitäten in allen steirischen Krankenhäusern besser genützt werden. So könnten Ärzteteams geplante Operationen durchaus in Regionalspitälern durchführen, wenn Kapazitäten frei sind, um die Wartezeiten zu verkürzen. Jedenfalls müssen alle Ressourcen der regionalen Spitäler genutzt werden, um den Termindruck in Graz und einzelnen regionalen Spitälern zu reduzieren.

 

Fortlaufende Modernisierung der Krankenhäuser

Neben einer gut ausgebauten Grund-/Primärversorgung durch Haus- und Fachärztinnen und -ärzte braucht es modernste Krankenhäuser und Spitzenmedizin auf höchstem Niveau. Deshalb brauchen wir weiterhin ein Investitionsprogramm für modernste Medizin-Technik und optimale Behandlungsmethoden, damit unsere steirischen Krankenhäuser immer auf dem neuesten Stand der Technik sind.

Zukunftssichere Spitalsstruktur in der Steiermark

Wir wollen die beste Gesundheitsversorgung für alle Teile der Steiermark. Gut ausgestattete und gut funktionierende Krankenhäuser spielen dabei eine entscheidende Rolle. Medizinische Notwendigkeiten erfordern eine immer größere Spezialisierung, zum Wohle der Patientinnen und Patienten. Gleichsam ist uns bewusst, dass die Frage der Spitalsstruktur und der Krankenhausstandorte eine der sensibelsten Fragen überhaupt ist. Gerade für ältere Menschen ist eine wohnortnahe Krankenhausversorgung bei oft länger andauernden Therapien etwas sehr Wichtiges. Für uns ist daher klar, dass alle Änderungen in dieser Spitalsstruktur im Einvernehmen mit der jeweiligen Region und im Einvernehmen mit der Bevölkerung erfolgen müssen. Vor allem müssen Gespräche zwischen allen Beteiligten auf Augenhöhe erfolgen. Im Wissen, dass regionalpolitische Faktoren wie Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung dabei eine Rolle spielen, sind Veränderungen in diesem Bereich immer ganzheitlich zu betrachten und gemeinsam mit der Region durchzuführen. Wir sprechen uns daher im Bezirk Liezen für die zukunftsfähige Alternative des Leitspitals am Standort Rottenmann unter Einbeziehung der Standorte Schladming und Bad Aussee aus.

Notspitäler

In Eisenerz soll der SIM-Campus in Katastrophenfällen zu einem Notspital aufrüstbar sein. Diese fortschrittliche Lösung in Eisenerz sollte an weiteren Standorten in der Steiermark angedacht und ermöglicht werden.

Maßnahmen, um offene Kassenstellen zu besetzen

Wir fordern ein Stipendiensystem für alle angehenden Ärztinnen und Ärzte, das diese nach erfolgreichem Studienabschluss für mehrere Jahre an Österreich bindet. Damit soll auch die Verpflichtung einhergehen, eine Kassenvertragsstelle anzunehmen. Wenn der Staat Österreich die Kosten der Ausbildung trägt, sollen die medizinische Fähigkeiten dann auch dem Gemeinwohl zugutekommen. Es braucht außerdem eine erhöhte Praxiserfahrung in der Ausbildung. Dazu soll ein stärkerer Fokus auf Praktika gelegt werden. Wir wollen auch weitere Anreize für Ärztinnen und Ärzte, die eine Kassenstelle übernehmen wollen schaffen, zum Beispiel durch Vorreihung bei der Zuteilung von Ausbildungsplätzen, Landesförderungen oder Praxisgründungsunterstützungen. Außerdem fordern wir einen Ausbau der Lehrstühle für Allgemeinmedizin an allen öffentlichen Universitäten.

Mehr Wertschätzung für die KAGES-MitarbeiterInnen

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der steirischen Krankenanstaltengesellschaft KAGES leisten einen unglaublich wertvollen Job und arbeiten hochprofessionell – und das mit einem oft sehr hohen persönlichen und menschlichen Einsatz im Verborgenen. Innerhalb der KAGES sollen daher die Möglichkeiten der aktiven Beteiligung und der aktiven Mitsprache deutlich ausgebaut werden. Die Praktikerinnen und Praktiker vor Ort sollen besser in die Entscheidungsfindungen eingebunden werden.

Hubschrauber nimmt bald seinen Dienst auf

Der neue, dritte Notarzthubschrauber C17, der auf meine Initiative in St. Michael in Obersteiermark stationiert wird, wird bald seinen Dienst aufnehmen. Der Stützpunkt befindet sich in Bau.

TEILEN

Share on twitter
Share on facebook
Share on email
Share on whatsapp

Ähnliche Beiträge

Diese Webseite verwendet Cookies. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Stimmen Sie zu, um Cookies zu akzeptieren und unsere Webseite besuchen zu können.