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Mit diesen Maßnahmen vermeiden wir Armut im Alter

Egal ob Kurse, Reisen oder die Verwirklichung lang gehegter Wünsche – die Pension ist ein Lebensabschnitt, dem viele Menschen mit Vorfreude entgegenblicken. Die Realität ist aber oft eine andere: Denn jede/r 4. SteirerIn im Alter 65+ ist armutsgefährdet. Soziallandesrätin Doris Kampus setzt sich dafür ein, dass niemand mehr in der Armutsfalle landet.

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Pendlerbeihilfe1

Armut tut weh. Besonders, wenn sie Menschen im fortgeschrittenen Alter trifft. Ihnen zu helfen ist wichtig: Als Soziallandesrätin mache ich das unter anderem über die Wohnunterstützung und den Heizkostenzuschuss. Ersteres habe ich sogar in ihrem Sinne optimiert: Heute sind rund 27 Prozent aller Wohnunterstützungs- und 80 Prozent aller Heizkostenzuschuss-BezieherInnen über dem derzeitigen gesetzlichen Pensionsantrittsalter. Genauso wichtig wie zu helfen ist es aber, Altersarmut rechtzeitig vorzubeugen.In der Steiermark sind neun Prozent der Männer und 16 Prozent der Frauen im Alter 65+ armutsgefährdet.

Frauen besonders oft von Altersarmut betroffen

Die Gründe liegen auf der Hand:

  • Sie bleiben öfter zuhause: Mit rund 27 unbezahlten Stunden pro Woche leisten sie noch immer den Großteil der unbezahlten Familien- und Hausarbeit. Dazu gehört auch die Betreuung von Kindern und/oder die Pflege von Angehörigen.
  • Sie arbeiten häufiger Teilzeit: Mittlerweile jede zweite Frau in der Steiermark!
  • Sie werden mies bezahlt: „Typische Frauenberufe“ werden schlechter entlohnt als „Männerberufe“ – und: sobald eine Branche weiblicher wird, sinkt der Verdienst. Zu den am schlechtesten bezahlten Jobs in Österreich zählen übrigens die Berufe KosmetikerIn, Kanzleikraft bei RechtsanwältInnen und FriseurIn.

Aber auch Menschen mit Behinderung, MigrantInnen und ältere Arbeitnehmer haben es schwer am Arbeitsmarkt: Sie sind die ersten, die leiden, wenn die Wirtschaft leidet. Ein Blick auf die Arbeitslosenzahlen zeigt schon jetzt:

Zahl der Arbeitslosen in der Altersgruppe 50+ wächst

Mit dem AMS habe ich deshalb die steirische Aktion 20.000, Impulse 50 plus, gestartet. Mittlerweile haben auch schon die ersten Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu arbeiten begonnen.

So zum Beispiel Veronica: Die 52-jährige arbeitet mittlerweile beim Verein Isop in Graz. In ihrem Heimatland hat sie maturiert und Sprachen studiert, in Österreich auch eine Zeit lang gearbeitet. Eine Krankheit machte ihr einen Strich durch die berufliche Rechnung, nach mehreren Krankenhausaufenthalten fand sie keinen Job mehr. Dabei spricht Veronica fünf Sprachen: Italienisch, Französisch, Türkisch, Rumänisch und Deutsch. 

Steirische Aktion 20.000 hilft Fuß zu fassen

Arbeitsmarkt zu fassen.

Auch Stiftungen sind ein gutes Mittel, um Arbeitslosigkeit und damit Altersarmut vorzubeugen. Sie qualifizieren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer direkt am Arbeitsplatz. 7.500 Frauen und Männer haben das seit 2015 gemacht, zum Beispiel in der Pflegestiftung. Es ist ein Erfolgsmodell, das ich fortführen möchte. Zum Beispiel in Form eines eigenen Qualifizierungsfonds für Frauen.

Armut hat viele Gesichter

Armut verbirgt diese Gesichter aber auch: Denn wer bezeichnet sich schon gerne als „arm“? Trotzdem ist es wichtig, sich Hilfe zu holen. Armut kann nämlich auch weitreichende Folgen, wie soziale Isolation oder Auswirkungen auf die psychische Gesundheit, haben. Hilfe bekommt man zum Beispiel bei der SchuldnerInnenberatung Steiermark – oder auch gerne bei mir unter: pbkampus@stmk.gv.at.

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