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Aktion 20.000: Warum wir alle von der Wiedereinführung profitieren

Ein Drittel aller arbeitslosen Steirerinnen und Steirer ist über 50 Jahre alt. Und die Zahl steigt. Helfen würde eine Maßnahme wie die Aktion 20.000 – davon ist Soziallandesrätin Doris Kampus überzeugt.

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Landesrätin Doris Kampus tritt für die Wiedereinführung der Aktion 20.000 ein

Wir brauchen mehr denn je eine Maßnahme wie die Aktion 20.000

Die Zeichen in der Arbeitslosenquote stehen leider aktuell auf Trendwende. Es gibt immer mehr arbeitssuchende Steirerinnen und Steirer im Alter 50+. Schon heute sind es um 4,8 Prozent mehr als im Vorjahr – und das obwohl die Wirtschaftslage noch ganz gut ist. Glaubt man den Vorhersagen, wird sich das schon im nächsten Jahr ändern.

“Die Aktion 20.000 ist eine Maßnahme, die sich viele Menschen zurückwünschen. Ältere Langzeitarbeitslose konnten endlich wieder Fuß am Arbeitsmarkt fassen”

Die Aktion 20.000 ist eine Maßnahme, die sich wohl viele Menschen zurückwünschen. Warum? Weil wir mit ihr älteren Langzeitarbeitslosen dabei helfen konnten, wieder Fuß am Arbeitsmarkt zu fassen. Betroffene wurden bei Gemeinden, in sozialen Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen angestellt, der Bund (also Österreich) übernahm für zwei Jahre ihre Kosten.

Ob das teuer war?

Insgesamt standen für die Aktion 20.000 bis Mitte 2019 778 Millionen Euro österreichweit zur Verfügung. Das klingt erst einmal nach ziemlich viel Geld, oder? Aber 578 Millionen Euro davon hätten die betroffenen Personen ohnehin in Form von Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe bekommen. Die Maßnahme hat uns also de facto 200 Millionen Euro gekostet. Das sind nur rund 10.000 Euro pro Person und Jahr.

Der Preis stimmt, aber was hat die Aktion gebracht?

Von 561 Personen wurden in der Steiermark 138 auch nach dem Auslaufen der Aktion weiterbeschäftigt. Das ist eine Erfolgsquote von 25 Prozent. Aber was wirklich wichtig ist: Diese Steirerinnen und Steirer haben dank der Aktion 20.000 jetzt auch langfristig einen Job – und können wieder ein Stück weit sorgenfreier in die Zukunft blicken.

Ein Gewinn war die Maßnahme auch für die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, denn auch ihre Rückmeldungen waren zum größten Teil positiv. So konnten wir beispielsweise dem oft beklagten Fachkräftemangel entgegensteuern – und das nur, indem wir auch das Potenzial der älteren Generation nutzten.

Die Aktion 20.000 war ein voller Erfolg und muss unbedingt wieder eingeführt werden

Obwohl alle etwas von der Aktion hatten, wurde sie abgeschafft

Warum? Weil sie – nachdem wir sie im Juli 2017 ins Leben gerufen hatten – im Dezember 2017 von ÖVP und FPÖ unter dem damaligen Bundeskanzler Sebastian Kurz ruhend gestellt wurde. Die Aktion 20.000 hat also mit Juni 2019 geendet. Ob sie auf Bundesebene noch verlängert wird, steht in den Sternen. Fakt ist, dass die SPÖ auf Bundesebene einen Antrag zur Weiterführung gestellt hat, dem die FPÖ allerdings nicht zustimmen möchte.

Für mich ist also klar: Eine Maßnahme für Langzeitarbeitslose im Alter von 50+ Jahren muss es geben. Vor allem angesichts der wirtschaftlichen Entwicklungen, die uns im nächsten Jahr bevorstehen.

Wir werden die Aktion 20.000 wieder einführen

Sollte es auf Bundesebene keine Aktion 20.000 mehr geben wird es sie auf Landesebene geben. Dafür werde ich sorgen. Gemeinsam mit dem AMS.

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